Termin
Christiane Lüst: Gentechnik erzeugt Hunger und Armut
BN Miesbach
Regierungen, die gentechnisch erzeugte Nahrung zulassen, verletzen die Menschrechte
In Ländern wie Argentinien oder Indien, aber auch in Deutschland wird die gentechnische Erzeugung von Lebensmitteln staatlich gefördert. Damit verstoßen die Regierungen gegen international vereinbarte Normen. Deshalb hat sie Deutschland und andere Staaten vor dem UN-Menschenrechtsausschuss verklagt, sagt Christiane Lüst von der Aktion Gen-Klage.
Mit Erfolg:
UN-Menschenrechtsauschuss rügt Einsatz von Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrungsmitteln - vom Menschenrecht auf gentechnikfreie Nahrung - UN-Ausschuss bestätigt Gesundheitsgefährdung durch GEN-Food und fordert Gesundheitsschutz in Zusammenhang mit GEN-Nahrungsmitteln von der Bundesrepublik Deutschland.
Erstmals hat der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen von einer Regierung - hier von der Bundesrepublik Deutschland - eine Politik des Gesundheitsschutzes in Bezug auf Nahrungsmittel, die genetisch veränderte Organismen enthalten, gefordert . Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Bisher hat der UN-Menschenrechtsausschuss bereits die Regierungen aufgefordert das alte Saatgut und die Bauern vor GMOs und der daraus folgenden Abhängigkeit von Konzernen zu schützen sowie durch einen Stopp von Urwaldabholzungen keine weiteren Anbauflächen mehr zur Verfügung zu stellen, weil dadurch die Lebensgrundlagen der kleinen Bauern zerstört werden und die Armut drastisch zunimmt. Aber dass nun auch die gesundheitlichen Folgen der Verwendung von GEN-Nahrungsmitteln als Menschenrechtsverletzungen bestätigt werden und eine Regierung aufgefordert wird hier zum Schutze der Gesundheit Maßnahmen dagegen zu ergreifen ist erstmalig.
Vortrag mit Christiane Lüst, Aktion GEN-Klage über die Folgen der Nutzung von Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrungsmitteln in Brasilien, Argentinien, ÖSterreich, Indien, Kanada ... und auch mittlerweile in Deutschland! ..., über die Aufforderungen der UNO an die Regierungen, über die Umsetzung und was jeder von uns dazu beitragen kann / muß, damit sich etwas ändert ....
Im Anschluß stellen wir eine Aktion an Frau Aigner vor, Glyphosat in Lebensmitteln und damit die Fütterung unserer Tiere mit Gen-Soya aufgrund der letzten aufsehen erregenden Studien in Deutschland im Rahmen des Verbraucherschutzes umgehend zu unterbinden . (siehe”Deutschland: Glyphosat in menschlichem Urin, DNR 10.07.12” sowie “Herbizide im Urin” – DNR 7.1.2012). Es muß umgehend etwas passieren!