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Ottobrunn: ÖDP-Gemeinderat Prasser fordert „Für Umwelt- und Tierschutz: freiwillige Einschränkung beim Silvesterfeuerwerken“

Marcel Prasser (Bild privat)

Marcel Prasser (Bild privat)

Für die nächste Ottobrunner Gemeinderatssitzung am 24.11.2021 hat das ÖDP-Gemeinderatsmitglied Jean-Marcel Prasser im Namen seines ÖDP-Ortsverbands Ottobrunn-Neubiberg einen Antrag eingebracht, mit dem die Ottobrunner Bürgerinnen und Bürger zur freiwilligen Einschränkung beim Silvesterfeuerwerken aufgerufen werden sollen.

Als Begründung nennt Jean-Marcel Prasser den Umwelt- und Tierschutz, zu dem sich ja alle im Gemeinderat vertretenen Parteien bekennen, und der – wie die Diskussionen im Gemeinderat zeigten – diesem ein hohes Gut ist.

Neben diesem globalen Aspekt gibt es aber ganz spezifische, mit dem Silvester­feuerwerken verbundene Probleme wie den Feinstaub, von dem in der Silvesternacht einige Millionen Kilo in die Luft „gejagt“ werden. Das ist etwa 1 % der in Deutschland während eines Jahres emittierten Feinstaubmenge (Verkehr, Heizungen, etc.). Ein mathematisches Kalkül: 100 % ist die Menge für 365 Tage, also stehen für Silvester 100/365 ca. 0,3 % zur Verfügung, generiert werden aber 1 % zusätzlich. Die Luft in einer Zeit, wo dem Klimaschutz höchste Priorität eingeräumt wird, durch das Feuerwerken unnötig weiter zu belasten, klingt fast apokalyptisch. So sei auch der Müll genannt: Fast 40.000 kg Feuerwerks- und Knallkörper werden deutschland­weit jedes Jahr verkauft, die dadurch verursachte Unmenge von Müll muss meist von Gemeindearbeitern weggekehrt werden; die Kosten tragen wir Steuerzahler. Und niemand kann abschätzen, wie viel weiterer giftiger Müll in der Natur zurück bleibt.

Auch der Tierschutz sollte bedacht werden: Böllerei und Feuerwerke versetzen an Silvester die gesamte Tierwelt um uns herum in Panik. Alle, die ein Haustier haben, wissen nur zu gut, wie dieses leidet. Betroffen sind aber auch vor allem unsere Nutz- und Wildtiere, da sie noch empfindlicher reagieren und völlig ungeschützt sind. Wollen wir also Tiere in unserer häuslichen Umgebung und in/auf den wenigen Grünflecken der Gemeinde, dann sollten wir auch deren Belange bei unserem Handeln berücksichtigen!

Schließlich zeigt uns ein Blick zu unseren Nachbarn wie die Schweiz, Frankreich, Italien, Schweden und viele andere, dass es problemlos auch anders geht.

Rückfragen an infoprasser.de

 

Quelle:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020_hgp_wenn_die_luft_zum_schneiden_ist_bf_0.pdf

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