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MVV-Kunden im Landkreis weiter entlasten

Kreistags-Antrag der ÖDP Gruppe auf Verlängerung der Bezuschussung der Jahres-Abonnements M-1 und M-2 im Landkreis München um das Jahr 2022

Karin Schuster und Jolanta Wrobel

Karin Schuster und Jolanta Wrobel

Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

am Anfang der Tarifreform im Herbst 2019 hat die Politik den Bürgerinnen und Bürgern weitere Vergünstigungen und Verbesserungen bei den nächsten Schritten versprochen. Leider das Gegenteil ist im Moment der Fall. Ab Dezember 2021 sollen die Fahrpreise erhöht werden, das versprochene 365-Euro-Ticket wurde aufs Eis gelegt und das Service seitens der Verkehrsunterunternehmen ist auf keinem Fall besser geworden.

Sollten diesjährige Gespräche über weitere Entwicklung der MVV-Tarifreform keine bedeutende Erleichterung für die Bevölkerung mit sich bringen, beantragt die ÖDP-Kreistagsgruppe Folgendes:

  1. Die Bezuschussung der Jahres-Abonnements M-1 und M-2 soll um ein Jahr (2022), in der gleichen Form wie für die Jahre 2020 und 2021, verlängert werden.

  2. Der Landrat setzt sich dafür ein, dass die Erstattungsformulare möglichst in allen 29 Rathäusern für die betroffenen Einwohner ausgelegt werden.
     

Begründung:

Viele Gespräche der ÖDP-Kreisrätinnen mit den Bürgerinnen und Bürgern haben gezeigt, dass ein Teil der Jahresabo-Nutzer, trotz der oft geringeren Inanspruchnahme der öffentlichen Verkehrsmittel aufgrund der Pandemie, die Jahreskarten nicht gekündigt hat. Vor allem die Senioren taten sich schwer, auf die IsarCard65 zu verzichten. Diese Altersgruppe war auch logischerweise besonders erfreut über die Hilfe bei Stellung des Antrages, die von der ÖDP angeboten wurde. Die Erstattung der Differenz zum Tarif M wurde oft als eine Art Hilfe in der ohnehin schwierigen Corona-Zeit, aber auch als Anerkennung der Entscheidung für nachhaltige Mobilität verstanden.

Nachdem die Tarifreform im Moment zu stocken scheint und der Bevölkerung keine Verbesserung in der Qualität oder im Preis der Verkehrsleistung angeboten werden kann, ist die ÖDP-Gruppe der Meinung, dass wenigstens die Jahres-Abo-Kunden weiter entlastet werden sollen. Zumal die Prozesse in der Verwaltung inzwischen vertraut sein müssten und die im Haushalt zur Verfügung gestellten Finanzmittel bis jetzt nur zu einem kleinen Teil (792 TEUR von 5.950 TEUR) verbraucht wurden.

Der Punkt 2 des Antrages soll den Bürgern, die Ihre Anträge per Post einreichen, entgegen kommen. Viele von ihnen können nicht verstehen, warum sie keine Auskunft und keine Unterlagen in eigenen Rathäusern bekommen.

Gez. Jolanta Wrobel, Karin Schuster
Kreisrätinnen ÖDP

 

SZ-Artikel zum Antrag

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