Zugunglück in Hordorf: ÖDP fordert Auskunft über Sicherheitsstandards an oberbayerischen Bahnstrecken

ÖDP Anfrage an das Eisenbahnbundesamt zu Sicherheitsstandards in Oberbayern – Geld muss vorrangig in die Sicherheit bestehender Bahnstrecken investiert werden

 

Auch wenn die Unglücksursache noch nicht endgültig feststeht, das tragische Zugunglück in Hordorf macht schon jetzt Sicherheitsdefizite an deutschen Bahnstrecken sichtbar. Das Verkehrsministerium verteidigt die Deutsche Bahn mit den Worten. „Erst bei Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern seien magnetische Abbremssysteme vorgeschrieben. Auf dem Streckenabschnitt Magdeburg-Halberstadt seien diese Notbremssysteme bei überfahrenen Haltesignalen noch nicht flächendeckend nachgerüstet worden, weil hier nur ein Tempo von 80 Stundenkilometern erlaubt sei".

ÖDP Bezirkschef Franz Hofmaier findet diese Aussage zynisch: „In Hordorf kann man sehen, welche fatale Folgen es hat, wenn 2 Züge mit Tempo 80 frontal zusammenstoßen. Ich halte daher auf allen Strecken mit Personenverkehr die genannten magnetischen Notbremssysteme für unverzichtbar, unabhängig von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit". Die ÖDP fordert daher schriftlich vom Eisenbahnbundesamt Auskunft über die Sicherheitsstandards an oberbayerischen Bahnstrecken. „Sollte es auch in Oberbayern Bahnstrecken geben, die noch auf einem veralteten Sicherheitsniveau ohne Notbremssysteme sind, müssen diese umgehend nachgerüstet werden. Statt Milliarden in Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 zu investieren, muss zunächst für die Sicherheit auf den bestehenden Bahnstrecken gesorgt werden", so Franz Hofmaier.


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