30.11.2017

Volksbegehren Betonflut eindämmen: Die Böden - das vernachlässigte Umweltgut

Der Flächenverbrauch in Bayern beträgt derzeit rd. 13 Hektar pro Tag, das entspricht ungefähr 18 Fußballfeldern. Das Volksbegehren zielt darauf ab, den Verbrauch auf 5 Hektar pro Tag zu begrenzen.

Bernhard Suttner

Bernhard Suttner

Am Montag Abend erläuterte Bernhard Suttner, der langjährige Landesvorsitzende der ödp, in Ottobrunn die Hintergründe zum aktuellen Volksbegehren "Betonflut eindämmen".

Der Flächenverbrauch in Bayern beträgt derzeit rd. 13 Hektar pro Tag, das entspricht ungefähr 18 Fußballfeldern. Das Volksbegehren zielt darauf ab, den Verbrauch auf 5 Hektar pro Tag zu begrenzen. Suttner wies darauf hin, dass die Böden als Umweltgut bisher in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Gesetzgebung vernachlässigt wurden.

Es gibt zwar in Bayern das "Bündnis zum Flächensparen", das von der Staatsregierung unterstützt wird, und die "Nachhaltigkeitsstrategie" der Bundesregierung. Bei beidem wird die Notwendigkeit, Flächen zu sparen, betont. Beides ist bisher allerdings folgenlos geblieben.

Suttner fordert daher: "Die Begrenzung des Verbrauchs der überlebenswichtigen Ressource „Boden“ muss jetzt auf die politische Tagesordnung gesetzt werden.

Das Volksbegehren will die Obergrenze für den Flächenverbrauch, die in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung mit 30 Hektar pro Tag angestrebt wird, ins Landesplanungsgesetz schreiben, nicht mehr und nicht weniger. Auf Bayern bezogen bedeutet das 5 Hektar pro Tag.  

Suttner konnte zahlreiche Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung motivieren, das Volksbegehren an Ort und Stelle zu unterschreiben. Er rief dazu auf, Werbung für diese wichtige Initiative zu machen. Das von den Grünen initiierte Volksbegehren wird unterstützt von der ÖDP, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL) und Landesbund für Vogelschutz (LBV). Informationen und Unterschriftenlisten können abgerufen werden unter betonflut-eindaemmen.de